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Schaffhausen spart 10'000 Franken dank Hemmentaler Experten

Rund 130 Männer und Frauen aus Hemmental im Alter 65+ hatten eine Einladung von der Stabsstelle Quartierentwicklung der Stadt Schaffhausen erhalten – 26 Personen der eingeladenen Zielgruppe nahmen am Montag, 30. Oktober 2017, schliesslich den Weg in den Frohsinn unter die Füsse. Im Vergleich zu den anderen Quartieren der Stadt Schaffhausen, wo solche Begegnungen schon stattgefunden hatten, war das eine erfreulich grosse Zahl – und sie machte etwas davon deutlich: Es gibt hier viele Menschen, die bereit sind, im Hinblick auf die gegenwärtige und künftige Entwicklung ihrer Heimat mitzudenken – und sich auch zu engagieren.

Zuerst einfach einmal gespannt, was da kommen würde, fanden sich die Anwesenden sehr schnell in engagierten Gesprächen wieder. Zwar waren sechs Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Schaffhausen anwesend – neben Stadtrat Simon Stocker und der Leiterin der Stabsstelle Quartierentwicklung, Beatrice Laube, auch Personen aus den Bereichen Alter, Spitex und Polizei. Diese waren jedoch nicht in erster Linie gekommen, um den Hemmentalerinnen und Hemmentalern das Ei des Kolumbus im Hinblick auf die altersfreundliche Entwicklung ihres Dorfes zu erklären. Ihr Wille war es vielmehr, zuzuhören und konkrete Anliegen entgegenzunehmen. Und es war zu spüren, dass sie den Anwesenden mit Wertschätzung begegneten und sie wirklich ernst nahmen – egal, ob es eher um Partikularinteressen ging oder um Punkte, die mehrfach thematisiert wurden und damit vielleicht von allgemeinerer Bedeutung sind.

Den intensiven Gruppengesprächen folgte eine Abschlussrunde, in der als zentrale Anliegen unter anderem die folgenden Punkte aufgelistet wurden:

Strassen/Wege/Verkehr
- Überdachte Bushaltestellen mit Sitzgelegenheit
- Vollständige Asphaltierung des Velowegs
- Bessere Pflege der Fusswege rund um Hemmental
- Schaffung einer Verbindung vom Hochrahn zur Hauptstrasse
- Beachtung 30-Zone –vor allem im Mettlerhof und auf dem Veloweg (Gewerbeverkehr)
- Gründlichere Schneeräumung (vor allem bei den Bushaltestellen)
- Bessere Beleuchtung (z.B. in der Chüechligass)
 
Soziale Kontakte / Nachbarschaftshilfe
- Einrichtung eines Ressorts «Nachbarschaftshilfe» im Dorfverein (z.B. für die Koordination von Besorgungen oder Mitfahrgelegenheiten für Menschen, die nicht mehr mobil sind und die nicht auf ein Beziehungsnetz zurückgreifen können)
 
Versorgung
Es wurde angedacht, eine Veranstaltung für Interessierte durchzuführen, bei der ein Austausch zum Thema «Altersplanung» im Vordergrund steht. Wie also plane ich meine Zukunft, dass Hemmental nicht nur heute Wohnort und Heimat ist, sondern noch möglichst lange?

Diese Anliegen werden nun mit verschiedenen Verantwortlichen der Stadt Schaffhausen besprochen. Anschliessend sollen die Hemmentalerinnen und Hemmentaler informiert werden, was wie umgesetzt werden kann.

Bevor es zum gemeinsamen Mittagessen ging, schloss Stadtrat Simon Stocker den offiziellen Teil des Treffens mit einem herzlichen Dank ab. Er erwähnte scherzhaft, dass für einen Experten heutzutage Kosten von rund 200 Franken pro Stunde kalkuliert werden müssten – bei 26 anwesenden Hemmentaler Expertinnen und Experten, die sich zwei Stunden lang engagiert hätten, wäre da eine hübsche Summe gespart worden. Eigentlich ein spannender Gedanke – mit dem gesparten Geld wären die gewünschten Sitzgelegenheiten an den Bushaltestellen schon fast finanziert…

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Gemeinsam Gutes tun

Viel war geschrieben worden über den Räbeliechtli-Umzug 2017 – nicht nur in regionalen, sondern auch in nationalen Medien. Dass am Mittwoch, 8. November 2017, um 18.00 Uhr die Strassenlampen in einem Teil Hemmentals verlöschten und viele kleine, kunstvoll verzierte und von stolzen Kinderhänden getragene Lichter die Nacht erhellten, war also keineswegs selbstverständlich. Aber es war ein hoffnungsvoller Ausdruck der Tatsache, dass es in Hemmental viele engagierte Menschen gibt. Menschen, welche bereit sind, die Zusammenarbeit zu suchen und sich für andere einzusetzen. In diesem Fall für die Kinder.

Tags zuvor waren die Väter in grosser Zahl erschienen, um im Saal des extra für sie geöffneten Restaurants Frohsinn die Räben auszuhöhlen und zu schnitzen. Und wenn diese Arbeit vielleicht nicht jedem Vater gleich leichtfällt – es ist keineswegs so, dass die Einladung zum Räbeliechtli-Schnitzen einen grossflächigen emotionalen Kabelbrand verursachen würde. Denn einerseits stellt der Abend eine Rampe für die Väter dar, um ihrem Kind oder ihren Kindern etwas Besonderes zu schenken. Und andererseits ist es auch eine wirklich geschätzte Gelegenheit für die Väter, einander besser kennenzulernen (nicht alle Kindergartenkinder in Hemmental wohnen im Dorf selber!) und eine gute Zeit der Gemeinschaft zu pflegen.

Als es dann am Morgen des Räbeliechtli-Umzugs so schüttete, dass man sich nicht gewundert hätte, wenn die Tiere schon bald paarweise um den Äckerlirank gekommen wären, da tauchte die Frage vielleicht nochmals auf: Wie wird das nur mit dem Räbeliechtli-Umzug? Doch wenn am Abend die eine oder andere Kerze beim Umzug verlöschte, dann war dies nicht irgendwelchen Regentropfen anzulasten. Es blieb trocken, und niemand der in grosser Zahl erschienen Erwachsenen brauchte einen Schirm.

Man spürte etwas davon: Gross und Klein freuten sich, dass der Räbeliechtli-Umzug auch in diesem Jahr stattfinden konnte. Die Lieder der Kinder wurden mit Applaus verdankt, der nächtliche Lichtertanz bewegte die Kinderherzen, und nach der Rückkehr zum Feuerwehrmagazin sorgten Hot-Dogs, Würste, Kuchen, Punsch und Glühwein dafür, dass alle, die in ein temporäres Hungerloch gefallen waren, wieder gestärkt wurden. Und es war genug vorhanden, dass auch noch die Primarschul-Kinder, die am selben Abend in der Mission «Martinsfeuer» unterwegs waren, satt wurden.

Viele engagierte Eltern – in besonderer Weise Martin und Cäcilia Leu, Désirée Greutmann, Stefan Leu, Walter Fink und Nicole Schlatter – hatten sich in organisatorischer Hinsicht um eine reibungslose Durchführung des Räbeliechtli-Umzugs bemüht. Oder sie hatten einen feinen Beitrag ans Kuchen-Buffet geleistet. Unterstützung hatten sie vom Dorfverein Hemmental, aber auch von grosszügigen Sponsoren wie der Zuckerbäckerei Ermatinger oder U-GUET (Caroline Schneidewind) erhalten. Und es ist sicher in besonderer Weise zu erwähnen, dass der Anlass nicht «gegen» die in Hemmental tätigen Lehrpersonen durchgeführt wurde, sondern in enger Absprache und in einem guten Miteinander. Der Einsatz, den gerade die Lehrpersonen – sowohl im Kindergarten als auch in der Primarschule – das ganze Jahr hindurch leisten, verdient Wertschätzung. Denn sie vermitteln nicht einfach einen Pflichtstoff, sondern sie helfen den Kindern mit Kreativität und Engagement, ihre Persönlichkeit zu entfalten, ihre Begabungen weiterzuentwickeln und neue Fertigkeiten zu erlangen.

Und so war der Räbeliechtli-Umzug 2017 eben nicht nur ein Höhepunkt im Kindergarten-Jahr, sondern auch ein Zeichen dafür, dass sich in Hemmental viele Menschen für das Ganze einsetzen und bereit sind, gemeinsam Gutes zu tun.

 

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Weisses Kreuz auf rotem Grund

1. August 2017Nein, an der Bundesfeier 2017 wurde nicht die neue Nationalhymne der Schweiz gesungen. Beziehungsweise der Text, den eine Gruppe Reformwilliger gerne als neue Nationalhymne sähe. Die trotz grosser Hitze erfreulich zahlreich erschienenen Anwesenden blieben bei «Trittst im Morgenrot daher» – und sie bewiesen in musikalischer Hinsicht eine in den vergangenen Jahren kaum je dagewesene Zielgenauigkeit. Ob dies daran lag, dass der Schützenverein die Feier organisiert hatte? Das «weisse Kreuz auf rotem Grund» war jedoch zentrales Thema der Ansprache von Dr. Raphaël Rohner. Nun gibt es ja Scherzkekse, die sagen, man müsse einfach Souveränität, Föderalismus, Demokratie und Eigenverantwortung erwähnen und einige salbungsvolle Worte als Dekoration beifügen und fertig sei eine 1. August-Rede. Und tatsächlich verband Stadtrat Rohner die Schenkel des Kreuzes mit diesen vier für das Selbstverständnis der Schweiz zentralen Begriffen. Er deutete die Schenkel zudem als Symbol für ein Land mit vier Sprachen und Kulturen und unterstrich gerade auf diesem Hintergrund die Wichtigkeit, nach Einheit in der Vielfalt zu streben. Daneben sagte er aber auch noch andere Dinge, die ihren Weg nicht in die offizielle Berichterstattung der Schaffhauser Medien schafften. Er erinnerte beispielsweise daran, dass die Schweizer Fahne einen hohen emotionalen Wert hätte (man denke nur an den Sport!) und dass sie identitätsstiftend wäre (was derjenige besonders spürt, der irgendwo fern der Heimat eine Schweizer Fahne sieht). Man dürfe durchaus stolz sein auf die Schweiz – solange man Stolz nicht mit Überheblichkeit verwechsle und das Gefühl hätte, besser als andere zu sein. Aber er fügte ernst hinzu: «Es ist sehr vieles selbstverständlich geworden…» Es war eine Einladung, das Gute, das es in der Schweiz gibt, bewusst und dankbar anzunehmen – und selber etwas dazu beizutragen, sich aktiv einzubringen, sich öffentlich zu engagieren, damit auch in Zukunft Gutes geschehen und Kreise ziehen kann. Stadtrat Rohner verschwieg aber nicht, was das Schweizerkreuz eben auch ist: ein Hinweis auf die christlich-abendländische Prägung unseres Landes. Eine Prägung, die auch darin Ausdruck fand, dass die Schweiz in der Vergangenheit immer wieder ihre guten Dienste anbot: Vermittlung zwischen Konfliktparteien und humanitäre Hilfe beispielsweise. Es sei wichtig, sich nicht abzuschotten, sondern diese Tradition weiterzuführen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Die am Abend des 1. August in den Himmel steigenden Feuerwerke münden oft in ein besonders farbenfrohes und lautes Schlussbouquet. Stadtrat Rohner hingegen wählte einen eher besinnlichen Gedanken für das Ende seiner Rede. Im interkantonalen Schriftverkehr früherer Zeiten erscheine immer wieder die Formulierung «Wir empfehlen euch und uns dem Machtschutz Gottes.» Manchmal fände diese sogar in der Gegenwart noch Verwendung. Und wenn diese Worte für unsere Ohren vielleicht auch etwas «verstaubt» tönten – es lohne sich, über ihre Bedeutung nachzudenken. Vielleicht war das auch eine Einladung, sich nicht nur aktiv für das Gemeinwohl zu engagieren, sondern eben auch Vertrauen zu wagen, wo wir nicht alles in der eigenen Hand haben. 

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Time To Say Goodbye

Der 7. Juli 2017 war ein spezieller Tag für die Primarschule Hemmental: Nach 26-jähriger engagierter Tätigkeit trat Daniel Klein in den Ruhestand. Kinder und Lehrpersonen brachten ihren Dank und ihre Wertschätzung in musikalischer, handwerklicher sowie verbaler Form zum Ausdruck – und zeigten auch Emotionen. Natürlich, auch bei Daniel Klein hatte es Noten gegeben – oder eine Rüge, wenn mal ein Kind seine Grenzen nicht mehr gespürt hatte. Aber mit Noten messbare Leistungen waren für den begabten Pädagogen nicht die ganze Welt. Kreativität, Entdeckerfreude und das Musische – um nur drei Bereiche zu nennen waren ihm ebenfalls wichtig. Nichts hätte dies besser zum Ausdruck bringen können als die Projektwoche auf dem Randen, die er im Frühling 2017 noch mit organisierte. Und seine grosse Sozialkompetenz leuchtete ein letztes Mal in den persönlichen Worten auf, mit denen er die 6.-Klässler auf ihren Weg Richtung Oberstufe verabschiedete. Mit seiner offenen und menschenzugewandten Art hinterliess er wertvolle Spuren und prägte viele Kinder positiv. Herzlichen Dank – und alles Gute für die Zukunft! 

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Zurück an der Spitze

Nachdem der Hemmentaler Radsportler Noah Köppel im Frühling 2017 verletzungsbedingt ein paar Gänge tiefer schalten musste, ist er nun wieder dort, wo jeder Sportler gerne ist: an der Spitze. Am Mittwochabend-Rennen vom 5. Juli 2017, das von Merishausen auf den Hagen führte, liess er alle seine Konkurrenten um mehr als eine halbe Minute hinter sich und holte sich einen souveränen Sieg.

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